The Journey starts right now…

A journey of thousand miles begins with a single step.

— Lao Tsu.

Heute ist der 25. Oktober 2019. Vor ziemlich genau 10 Jahren beendete ich die letzten Zeilen meiner ersten 10 Buchkapitel – in einem Rausch. 14 Tage und Nächte flossen die Wörter ohne mein bewusstes Zutun einfach so aus mir heraus. Nicht zu denken an essen oder schlafen. 14 Tage im Ausnahmezustand. Nachdem ich den letzten Punkt setzte war zu diesem Zeitpunkt in meinem Leben alles gesagt. Ich hatte mir 28 Lebensjahre innerhalb von 2 Wochen von der Seele geschrieben. Kann man ja mal machen.

Ich wusste damals bereits, dass was ich da erschaffen hatte vielen Menschen, die in ihrem Leben bereits durch Krisen gegangen sind und persönliche Herausforderungen überwinden mussten, eine große Hilfe hätte sein können. Denn alles was da stand war die Wahrheit. Gelebtes Leben. Wertvolle Erkenntnisse und allen voran: Verständnis für Zeiten, in denen die Welt scheinbar Kopf steht. Verständnis, dass es in jener Zeit für Menschen wie mich nicht gab. Für jene, die mehr fühlen. Für jene, die den Zustand kennen, wenn sich die Seele verdunkelt. Für jene, die aber auch Tiefe leben und erleben. Denn nur wer Schatten kennt, der weiß das Licht zu schätzen und es garantiert auch intensiver fühlen als der große Rest.

Der entscheidende Punkt ist: Mir hat es an Selbstbewusstsein und Mut gefehlt diese Worte, in welcher Form auch immer, zu veröffentlichen. Ein eigenes Blog zu schreiben ist in meinem Kopf immer wieder aufgeploppt und doch konnte ich mich nie dazu durchringen. Und so landeten meine 10 Kapitel in der Schreibtischschublade. Als ich diese zuschob habe ich offensichtlich auch den für mich so wichtigen Kanal des Ausdrucks von Gedanken und Emotionen verschlossen. Dabei hatte ich zu diesem Zeitpunkt sogar noch ein zweites (Fern-)Studium in Journalismus begonnen und erfolgreich abgeschlossen weil ich seit ich denken kann Journalistin werden wollte. Das Leben geht manchmal seltsame Wege, wer kennt das nicht.

Unfassbar, dass nun beinahe 10 Jahre vergangen sind. Jahre, in denen ich offensichtlich nichts zu sagen/schreiben hatte?! Ich denke, ich hatte in der Schnelligkeit des Lebens (ja, für sehr feinfühlige Menschen läuft das Leben immer einen Tick zu schnell) meine Muse verloren. Ich dachte immer, ich kann nicht mehr schreiben aber verliert man eine Gabe wirklich? Ich glaube nicht. Aber eine 10-Jährige Schreibblockade? Das ist schon etwas lange wie ich finde.

Und heute, 10 Jahre später, ist also THE DAY. Wenn man das so betrachtet, startet die Reise tatsächlich jetzt, denn meine Worte finden nun endlich Ihren Weg nach draußen. Mein Blickwinkel auf das Thema „persönliche Krise“ hat sich in den vergangenen Jahren auch grundlegend verändert. Denn in Wahrheit ist eine persönliche Krise ein Geschenk: Sie ist der Katalysator für Veränderung schlechthin. Es gibt keine größere Chance für inneres Wachstum als die Zeiten, in denen man vollständig auf sich selbst zurückgeworfen wird. In denen man gezwungen ist den Blick nach innen zu richten, um sich schlussendlich im Außen beispielsweise aus Situationen zu befreien, die einem nicht guttun. Um Ressourcen zu entdecken, die lange verschüttet waren. Um ein weiterentwickelts Selbst-Bewusstsein zu erschaffen, das ein Leben in größtmöglicher Authentizität ermöglicht. Weil man dann bei-sich-selbst sein kann.

Tief drin ist der Mensch jedoch ein träges und faules Lebewesen, der Veränderungen hasst und sich, meist aus Angst vor dem Unbekannten, stets für den bequemen Weg entscheidet. Da fühlt er sich wohl, da kuschelt er sich ein in diesem vermeintlichen Nest der Sicherheit, das es aber eigentlich gar nicht gibt. Denn das Leben ist Veränderung, nur wehren wir uns meist mit Händen und Füßen dagegen. Erst wenn der Körper und die Seele anfangen zu schreien und unser gesamtes System krank wird, dann sind wir bereit die Augen zu öffnen, den Arsch hochzukriegen und etwas zu verändern. Ohne Veränderung entsteht kein Wachstum. Das ist Fakt. Ich denke dies ist ein lebenslanger Prozess hin zu mehr Akzeptanz, dass im Leben „alles fließt“ und nichts bleibt wie es ist. Dass wir uns davon verabschieden an Personen, Dingen, Jobs, Zuständen festzuklammern und, dass der Sinn hinter allem immer Wachstum bedeutet – auch wenn es anstrengend ist und oftmals verdammt weh tut.

Aus eben diesem Prozess heraus entsteht auch nun dieses Blog. Als meine ganz persönliche Plattform des Ausdrucks. Ein Ort der gelebten Authentizität, des Hinterfragens, des in Beziehung Setzens, des Auslebens von Kreativität.

Ich werde alles hier veröffentlichen was so aus mir herausfließt. Und sollte ich hiermit noch Menschen erreichen, die aus meinen Erfahrungen und Erkenntnissen profitieren und sich verstanden fühlen, dann habe ich schon gewonnen.

In diesem Sinne, let’s Go…

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